Historisches Wohnhaus mit Stall, Latsch Bergün
PROJEKT 5/26 ÜBERSICHT

Geschätzte 350 Jahre alt ist das Gebäude gegenüber der Kirche mitten in Latsch im Albulatal des Kantons Graubünden.

Und seit über 50 Jahren nicht mehr bewohnt. Das historische Engadiner Steinhaus mit dem dazugehörigen Holzstall wird nun unter Einbezug der Denkmalpflege komplett saniert. Die Herausforderung liegt darin, die ursprüngliche Typologie des Ensembles beizubehalten und doch eine gute, der heutigen Zeit entsprechende Nutzung zu erreichen. Zentral dabei ist, dass wir für dieses Pilotprojekt die nicht regelmässige Nutzung als Feriendomizil sowie den Unterhalt des Ganzen genau betrachten und speziell die Technik darauf ausrichten. Mit dem Ziel, das Ensemble als Null-Energiebilanz-Haus umzusetzen. Um das zu erreichen, bauen wir auf die autarke und zukunftsweisende Nutzung der Sonnenenergie für das historische Gemäuer: Durch die Solaranlage im Sommer gesammelte Energie wird über die Erdsonde für den harten Winter im Fels gespeichert, wo sie bei Bedarf klimaneutral zur Verfügung steht. Die Energie dafür wird durch Fotovoltaik erzeugt.

WISSENSWERTES

Obwohl Bergün, Latsch und Stugl nicht im Engadin liegen, ist die historische Bausbstanz der Dörfer fast einheitlich vom Engadiner Baustil geprägt. Dies liegt daran, dass der Bergüner Stein den direkten Weg ins Tal versperrte, und Bergün bis zum Bau der Strasse, die 1696 mit Schwarzpulver in den senkrechten Fels gesprengt wurde, über den Albulapass besser zu erreichen war als von Thusis.

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